Keine Raketen, dafür neue Männer

Von Gabriele Pfaus-Schiller/Artikel Gäubote 10.03.2022

Herrenberg: Auftaktveranstaltung des „Brot-und-Rosen-Festivals“ zeichnet das Bild mutiger Frauen, die von der Bonner Republik bis heute den demokratischen Weg mitgestalten und auf Widerstände stoßen.

Keine Raketen, dafür neue Männer

Podiumsdiskussion in der Stadthalle mit (von rechts) Pauline Rist-Nowak (Frauenliste), Marc Biadacz (CDU), Jasmina Hostert (SPD), Judith Skudelny (FDP) und Peter Seimer (Bündnis 90/Die Grünen).GB-Foto: Holom

Zum Weltfrauentag werden in der Herrenberger Stadthalle starke Zeichen gesetzt: Der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ und die anschließende Podiumsdiskussion veranschaulichen, wie sich die politische Beteiligung der Frauen seit der Bonner Republik gestaltet und gewandelt hat.

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine wird an diesem Abend – der zugleich Auftakt des Brot-und-Rosen-Festivals des Herrenberger Frauennetzwerks ist – deutlich, dass allein die Demokratie als Lebensform der Zukunft ein starkes Gegengewicht zu menschenfeindlichen Diktaturen ist. Denn dem geht der Film nach: Es war die schon im 19. Jahrhundert von Frauen miterkämpfte Demokratie, die es ihnen ermöglichte, sich in die Politik einzumischen und dort anzukommen – wenn es auch oft frustrierend und mit Verletzungen verbunden war. Die Sozialpolitikerin Marie-Elisabeth Lüders mahnt zu Beginn: Wenn die Leute nicht weiterkämpfen, werden sie das, was sie haben, wieder verlieren.“ Und wie sie kämpften: Hildegard Hamm-Brücher setzte sich für die Verbesserung der Schulverhältnisse ein, sprach sich im Bundestag gegen das Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt aus. Herta Däubler-Gmelin berichtet von Hindernissen wie: „Warum soll die was lernen, die heiratet ja doch“. Elisabeth Schwarzhaupt, 1961 die erste Bundesministerin für Gesundheit, setzte sich gegen die Aussage Adenauers zur Wehr: „In diesem Kreis sind auch Sie ein Herr.“ Sie will Frau Ministerin genannt werden. Zudem: Frauen sollten nicht einfach das Gehabe und die Methoden der Männer übernehmen, sondern ihren eigenen Stil wahren. Das tat Waltraud Schoppe, als sie sich für die Bestrafung der Vergewaltigung in der Ehe einsetzte: Als sie sich vor dem Bundestag über die fahrlässige Penetration ohne Verhütung äußert, kringeln sich die Abgeordneten vor Lachen. Christa Nickels, in der Friedensbewegung maßgeblich aktiv, tritt mit einer Kette aus 1000 gefalteten Kranichen um den Hals ans Rednerpult, die sie später dem indigniert schauenden Helmut Kohl umlegt.

Erschütterndes kommt zur Sprache: Petra Kelly, Kämpferin für Menschenrechte und Umwelt, litt unter Bedrohungsängsten. Sie soll von Gert Bastian erschossen worden sein, der dann sich selbst getötet hat. Hannelore Kohl, völlig unterschätzte Gattin eines Bundeskanzlers, lernt man hier als taffe Frau kennen. Sie nahm sich aus nicht ganz geklärten Gründen das Leben.

Alle Frauen traten gegen Bundeskanzler und ihr männliches Umfeld an, die keine Waffe scheuten, sie klein und lächerlich zu machen. Welch eine Wohltat also, als Angela Merkel, anfangs noch als „Kohls Mädchen“, auf die politische Bühne tritt. Ihr Arbeitsstil entspricht wohl am ehesten der Aussage von Rita Süssmuth „es muss geschmeidig wirken und hart erkämpft werden“.

Was ist anders und besser geworden? Das fragt sich die anschließende Gesprächsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (SPD), Judith Skudelny (FDP), Marc Biadacz (CDU) sowie Peter Seimer (Bündnis 90/Die Grünen), der dem Landtag angehört. Anerkannt wird vielfach, dass die Frauen der Bonner Republik Vorbilder und Wegbereiter waren. Jasmina Hostert sagt über Herta Däubler-Gmelin: „Sie war hart und klar, aber das war wichtig.“ Und sie erbost sich: „Warum fragt man immer nur die Frauen, wie sie Beruf und Familie vereinbaren?“ Judith Skudelny, die auch Generalsekretärin der Landes-FDP ist, staunt, „wie unbeirrt Frauen wie Waltraud Schoppe gegen den Strom schwammen“. Marc Biadacz wiederum blickt bewundernd auf seine Mutter, „was sie geleistet hat, indem sie beim Daimler am Band gearbeitet und die Familie versorgt hat“. Peter Seimer sieht viele befremdliche Szenen und gesteht, sich oft fremdgeschämt zu haben. „Was die Frauen an Hohn und Spott aushalten mussten!“

Bei der Quote für Frauen wird es kontrovers. Jasmina Hostert erinnert daran: „Wir wollen den Männern nichts wegnehmen, wir wollen nur 50 Prozent haben.“ Marc Biadacz hält die Quote nicht für den richtigen Weg. „Es geht doch darum, die Parteiarbeit attraktiver zu machen, um die Vereinbarkeit mit dem Leben.“ Daran müsse die CDU noch arbeiten. Als Peter Seimer betont: „Wir leben Gleichstellungspolitik“ und „Ich bin Feminist“, setzt Marc Biadacz dagegen: „Ich bin ein moderner Mann“. Das erinnert an die Worte von Waltraud Schoppe im Film: „Wir brauchen keine Raketen, wir brauchen neue Männer.“

Am Ende des Podiumsgesprächs kommt der Krieg in der Ukraine zur Sprache. „Der Krieg verändert die ganze Gesellschaft. In der Ampelkoalition versuchen wir den besten Weg zu finden, wir diskutieren wahnsinnig viel“, berichtet Judith Skudelny, ein neuer Stil habe in die Politik gefunden. Marc Biadacz regt einen Applaus für die tapferen Menschen in der Ukraine an und plädiert dafür, die Brücken zu Russland nicht abzubrechen. „Es ist Putin, der Krieg führt.“ Und Peter Seimer weist auf die Vergewaltigung von Frauen hin: „Im Krieg zahlen sie mit besonderem Leid für männliche Entscheidungen.“

„Setzen Sie Ihre Arbeit so mutig und entschlossen fort wie die Unbeugsamen“ – fordert Moderatorin Pauline Rist-Nowak, Stadträtin der Herrenberger Frauenliste. am Schluss die Beteiligten auf. Gäubote 10.03.2022

 

 

Rote Fahne für die ungleiche Bezahlung

Von Thomas Morawitzky/Gäubote 08.03.2022

Herrenberg: Die Frauenliste mahnt den Equal Pay Day an und hisst deshalb eine Flagge am Marktplatz.

Rote Fahne für die ungleiche Bezahlung

Es hat schon Tradition: Herrenberger Frauen zeigen Flagge für gleichwertige Bezahlung – so auch gestern Abend. GB-Foto: Holom

Nun weht sie, links außen, für jene, die auf dem Herrenberger Marktplatz stehen und zum Rathaus hinblicken. Sie weht gleich neben der Fahne, die die Farben der Ukraine trägt – die rote Fahne, auf der der Slogan geschrieben steht: Equal Pay Day. Der Equal Pay Day bezeichnet kalendarisch jenen Tag des Jahres, bis zu dem hin Frauen unentgeltlich arbeiten würden an ihren tatsächlichen Einnahmen gemessen, würden sie eine ebenso hohe Entlohnung erhalten wie Männer. Wenn Zeit Geld ist, wird auf diese Weise gewissermaßen rechnerisch demonstriert, wie viele Tage ihres Lebens die Ungleichbehandlung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt kostet. Denn eine Ungleichbehandlung gibt es noch immer. Und Zahlen, die dies belegen.

Vor dem Herrenberger Oberamt, dort, wo die Fahnen wehen, haben sich am Abend des gestrigen Montags, 7. März 2022, dem exakten Datum des Equal Pay Day also, rund zehn Frauen versammelt, die ohne weitere Umschweife die Fahne hissen, die ihnen zu diesem Zwecke von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zugestellt wurde. Mit dabei sind Pauline Rist-Nowak, für die Herrenberger Frauenliste im Gemeinderat, Susanne Geiger und Eva Ortlieb, beide Mitglieder des Vorstandes der Frauenliste. Auch Angela Schrof, Mitarbeiterin im Gleichstellungsbüro der Stadt, ist beim Hissen der Fahne zugegen.

Frauen arbeiten häufiger in Berufen mit geringerem Lohn

„Leider liegt der Unterschied zwischen der Bezahlung von Frauen und Männern noch immer bei 18 Prozent“, klagen sie. Die Gruppenmitglieder wissen: Ein Grund dafür ist auch, dass Frauen generell häufiger in Berufen mit geringerer Entlohnung beschäftigt werden. Sie wissen aber auch, dass der Unterschied in Berufen mit gutem Einkommen doch immer noch bei sechs Prozent liegt. Die Dunkelziffer könnte größer sein: „Die Frage ist, wie durchsichtig die Politik der Firmen ist.“ Selten trauen Frauen sich hier, nachzuhaken, Zahlen einzufordern.

Der Equal Pay Day ist an kein fixes Datum geknüpft, sondern wird aufgrund aktueller Statistiken stets aufs Neue errechnet. In den letzten Jahren besserte sich die Situation – auf allerdings unglückliche Weise: Die Pandemie schickte viele Menschen, Männer wie Frauen, in die Kurzarbeit. Heißt: „Auch die Gehälter der Männer sind gesunken.“ Der Equal Pay Day 2.0, die jüngste Auflage des Aktionstages, möchte dabei auch Männer ansprechen und zum Protest ermuntern – es geht an diesem Tag nun auch um die Unterbezahlung von Beschäftigten in der Pflege und in den sozialen Berufen, die überdies oft ein schlechtes Ansehen besitzen.

Am kommenden Samstag, 12. März, werden die Frauen mit einem Info-Stand am Bronntor auf die Problematik aufmerksam machen. An diesem Montag haben sie still und einig ihre Merkfahne aufgezogen. Sie wissen auch: Derzeit liegen drückendere Sorgen auf der ganzen Welt. „Letztes Jahr hatten wir Trillerpfeifen dabei. Wir haben viel Lärm gemacht. Dieses Mal sind wir ein bisschen stiller.“

 

Was bringt 2022?

Am 14. Februar gehen weltweit Frauen auf die Straße. Sie machen auf Diskiminierung, Gewalt und Rassismus aufmerksam und kämpfen für Gleichstellung, Gewaltlosigkeit, Freiheit, Integration und Inklusion für alle Frauen. In Böblingen werden ab 17 Uhr auf dem Böblinger Elbenplatz Frauen aus verschiedenen Organisationen tanzen - tanzt mit!

 

Ab März steht n Herrenberg alles unter dem Zeichen "Brot und Rosen".  Am 7. März wird aus Anlass des Equal Pay Days eine Fahne auf dem Marktplatz gehisst, am 8. März wird der Internationale Frauentag in der Stadthalle gefeiert, am 11. März gibt es ein Klavier - Konzert mit Werken von Komponistinnen, am 12. März werden Frauen der Frauenliste in der Stadt auf den Equal Pay Day aufmerksam machen u.v.m. Das Programmheft aller Veranstaltungen erscheint demnächst.    

Aktuelle Termine der frauenlste herrenberg Finden Sie jede Woche im Amtsblatt

Jahresrückblick 2021 im Gemeinderat

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates,

 

Kaum beginnt ein neues Jahr verblassen die Erinnerungen an das alte, auch wenn es noch so turbulent war. Deswegen an dieser Stelle ein kurzer Rückblick auf 2021.

 

Alles wurde überlagert vom Corona-Ausnahmezustand, der inzwischen zum Dauerzustand wurde. Die Veränderungen beeinflussten nicht nur das private, sondern das gesamte  gesellschaftliche Leben in der Gemeinde. 

Es war und ist keine Selbstverständlichkeit, die eigene Freiheit zugunsten anderer so stark zu beschränken und die vielen Vorschriften zu akzeptieren.

Deswegen möchte ich mich als erstes bei der ganzen Stadtgesellschaft in Herrenberg 

bedanken für ihr persönliches Verhalten, mit dem sie große Verantwortung und Respekt gegenüber den Mitmenschen zeigten. Wie wir aus den Medien wissen, ist das nicht in jeder Stadt so.

 

Ausdrücklicher Dank gebührt auch der gesamten Stadtverwaltung. Trotz des immensen Arbeitsanstiegs durch ständig neue Vorschriften, strenge Hygiene- und Kontrollmassnahmen fand ein nahezu reibungsloser Ablauf statt.

Besonderer Dank auch an jene Beschäftigten in der Verwaltung, die durch den Kontakt mit Menschen einem besonderen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt waren, wie z.B. die 350 ErzieherInnen.

Und natürlich danke ich dem OB Herrn Sprißler ebenso wie Baubürgermeisterin Frau Schreiber und Finanzbürgermeister Herrn Metzing für das souveräne Krisenmanagement in diesem 2. Coronajahr. Trotz erschwerter Kommunikation in der Verwaltung durch das Home-Office und reduzierter Besprechungen handelten sie als Verwaltungsspitze rasch und flexibel. Das war von maßgeblicher Bedeutung für das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

 

Corona beeinflußte und erschwerte auch im Gemeinderat die Arbeit. 

Die Sitzungen fanden und finden in der gut gelüfteten, aber kalten Stadthalle statt. Durch 

die Sitzordnung in Reihen war leider kein Austausch von „face to face“ möglich. Ausserdem mussten manche Diskussionen und Runden Tische online erfolgen. Trotz dieser Widrigkeiten wurden auch dieses Jahr wieder Berge von digitalen Drucksachen bewältigt.

 

Ein Schwerpunkt mit vielen Gemeinderatsthemen lag, wie jedes Jahr, im Bereich des Bauens. 

Baugebiete wie das Aischbach-Areal wurden beschlossen, neue wie die Schäferlinde beauftragt. Das Leibfried-Areal wurde entwickelt. Ein noch immer ungelöster Dauerbrenner ist das BayWa-Areal. Für heftige Diskussionen sorgten der Bau des Vogt-Hess-Betreuungsgebäudes und der Umbau des Andreae-Gymnasiums.

Bei der Vorbereitung all dieser und weiterer Themen zeigte sich deutlich die Handschrift der neuen Baubürgermeisterin. Die klar strukturierten Drucksachen erleichterten die Arbeit im Technischen Ausschuß wesentlich.

Beschlossen wurde dieses Jahr nun auch trotz einiger Gegenstimmen der exorbitant teure Umbau des Fruchtkastens. Dieser soll nächstes Jahr beginnen und es wird sich zeigen, ob er der große Besuchermagnet zur Belebung der Altstadt wird oder ein Millionengrab.

 

Ein übergreifendes Thema ist und bleibt der Klimawandel. Die Erstellung eines Klimafahrplanes für Herrenberg, der vor 2 Jahren begonnen wurde, soll in 2022 endlich abgeschlossen werden.

Von den 85 Maßnahmen des Klimafahrplanes betreffen viele die Energiewirtschaft. Danach folgen die Maßnahmen für die Baubranche, die mit 40% der CO2-Emissionen weltweit ein wahrer Klimakiller ist. Hier kann gerade auch auf kommunaler Ebene viel für den Klimaschutz getan werden.

Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit dem Klima ist der notwendige Mobilitätswandel.

Die Stadt unterstützt seit diesem Jahr das Stadt-Navi durch eine eigene Personalstelle.

Für den Radverkehr wurden weitere Maßnahmen realisiert. Rote Streifen am Fahrbahnrand prägen seit Juli die Durchgangsstraßen. Obwohl sie bisher noch wenig genutzt werden, so signalisieren sie doch, daß das Radfahren auf der Straße erwünscht und geschützt ist, Auch wenn das bis jetzt manche Autofahrende noch anders sehen. Es fehlt für die Radinfrastruktur aber noch der Innenstadtring, der vor allem für sicherheitsbedürftige Menschen wichtig ist. 

Ebenso fehlen noch Radabstellmöglichkeiten, gerade auch am Bahnhof.

Leider werden die Autos nicht weniger, sondern mehr. Zugeparkte Straßen, verstopfte Wohngebiete nehmen überhand. Dieses „Laternenparken“ kostete bisher mit Anwohnerausweis für ein Jahr nur lächerliche 30 €. Nun fiel 2021 diese Kostenbindung für die Kommunen endlich weg. Allen sollte klar sein, daß Autofahren nicht nur Sprit kostet, sondern auch Parkgeld. Vielleicht ist das auch ein Anreiz, auf das Zweit- oder Drittauto zu verzichten.

 

Ein weiteres, häufig vorkommendes Thema im Gemeinderat ist die Personalplanung. Bei einer großen Verwaltung mit über 800 Mitarbeitenden nicht verwunderlich. Ein nach wie vor hoher Krankenstand in der Verwaltung erforderte Flexibilität und bedeutete eine vermehrte Arbeitsbelastung für die anderen. Zu Hinterfragen wäre, ob eine chronische Überlastung einzelner Personen eine mögliche Ursache ist. Schließlich wachsen die Anforderungen und Ansprüche an jede Stelle permanent.

 

Bei den Neueinstellungen zeigte sich in diesem Jahr eine sehr erfreuliche Entwicklung auf dem Gebiet der Gleichstellung. Für das Amt Wirtschaft und Kultur wurde Frau Beck gewählt und für das neu gegründete Amt Kinder und Familie Frau Burgstaller.

Beiden wünschen wir einen guten Start hier in Herrenberg.

 

Personelle Veränderungen gab es auch hier im Gemeinderat. Bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kam es dieses Jahr zu einer Personalrochade von 4 Fraktionsmitgliedern, fast wie bei einer Neuwahl.

 

Am Schluß dieser Jahresrückschau möchte ich mich noch bei allen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat bedanken für die gute Zusammenarbeit.

 

Allen Zuhörerinnen und Zuhörern wünsche ich frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

 

 Pauline Rist-Nowak

 

Frauenliste

 

 

 

Frauenliste geht in die Winterpause

Die von der Frauenliste gespendete Bank in der Freizeitanlage im Längenholz lädt auch im Winter zur Pause ein, gemäß der Plakettenaufschrift: "Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause." (E. Barrett Browning) 

internationaler tag gegen gewalt an frauen am 25.november 2021

Am "Tag gegen Gewalt an Frauen" fand eine eindrucksvolle Installation auf dem Marktplatz statt. Neben der Frauenliste war die Gleichstellungsbeauftragte, die Herrenberger Bühne, das Jugendhaus u.a. beteiligt. Die musikalische Begleitung übernahmen Arialla Pavoni und Stefanie Baumann. 

Klausurtag am 23.oktober 2021

Beim Klausurtag gab es einen intensiven Austausch zu politischen Themen. Verkehr, Parkplätze, Architektur, Personalmangel und v.m. wurde besprochen. 

Frauenliste Flohmarkt am 2. oktober 2021

Der Frauenliste - Flohmarkt fand am 2. Oktober 2021 im Klosterhof statt.  Bei strahlendem Herbstwetter wechselten Geschirr, Bücher, Schmuck, Schallplatten u.ä. die Besitzerin. In der lockeren Atmosphäre konnten Gespräche zwischen Besucherinnen und den Vertreterinnen der Frauenliste geführt werden. 

Waldbegehung am 29.september 2021

Der Herrenberger Frostrevierleiter Winfried Seitz führte die Frauenliste durch die Waldweide. Trotz Regen beteiligten sich viele Frauen an diesem interessanten Spaziergang.

mit dem fahrrad durch herrenberg am 19. juli 2021

Am 19. Juli 2021 befuhr ein Team der Frauenliste die neuen Radwege mit VertreterInnen der Verwaltung.

Es fand ein Austausch über die optimale Nutzung statt, es gab außerdem Vorschläge für Verbesserungen seitens der Frauenliste. 

Einweihung Bank in der Freizeitanlage 14.06.2021

"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen."

Hat sie nicht recht – die beliebte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (1907 - 2002)? Endlich konnte die Frauenliste "ihre" Bank auf der Freizeitanlage Längenholz einweihen. Durch Corona oder schlechtes Wetter war dies bisher nicht möglich. Nun prangt an einer der schönen Bänke am Kinderspielplatz eine Plakette mit der Aufschrift "Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause" der interessanten englischen Lyrikerin Elizabeth Barrett-Browning (1806 - 1861). Mit einem kleinen, coronagerechten Festakt wurde die Plakette am 14. Juni angebracht. Aus unserer Sicht eine gute Idee der Stadt, Gruppen oder Einzelpersonen dazu anzuregen, die Bänke mitzufinanzieren. Wir hoffen, dass viele Menschen die Bänke nutzen, um ihren Kindern beim Spielen zuzuschauen, oder um abzuschalten, auszuruhen – oder einfach nur vor sich hin zu schauen.

 

"Genie hat kein Geschlecht"

 

Wie sehr fehlen uns Veranstaltungen, bei denen wir Menschen treffen, bei denen wir Musik life erleben, Kunstwerke im Museum anschauen, über Theaterstücke oder Kabarett staunen, Vorträgen zu interessanten Themen lauschen...

 

Immer wieder versuchen allerdings Kultur-Einrichtungen, uns ein wenig zu entschädigen. So möchten wir heute darauf hinweisen, dass das Stuttgarter Kunstmuseum ein wunderbares Angebot macht: Auf der Homepage www.kunstmuseum-stuttgart.de unter "VIDEOS" beschreibt die Direktorin des Kunstmuseums, Ulrike Groos, Kunstwerke von Künstlerinnen, die in letzter Zeit angeschafft wurden. Ganz unterschiedliche, aber spannende, eindrucksvolle Bilder und Installationen von Marie-Luise Heller, Katinka Bock, Sarah Morris u.a. werden vorgestellt. Sehr empfehlenswert!

Amtsblatt am 15.04.2021

 

Equal Pay day 2021

Game Changer – wir machen uns stark für equal pay!

 

Am 10. März 2021 ist Equal Pay Day – der Internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern.

Der Tag markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 18 Prozent in Deutschland beträgt.

Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

 

Am Samstag den 13. März 2021 um 11 Uhr hissen wir am Marktplatz gemeinsam mit Birgit Hamm die Equal Pay Day Fahne!

Interessierte Game Changer und all jene die es werden wollen sind herzlich willkommen.

Selbstverständlich sind Abstände einzuhalten, Masken werden gerne gesehen.

Weitere Informationen zum Gender Pay Gap (Differenz des durch­schnitt­lichen Brut­to­stun­den­ver­dienstes (ohne Sonderzahlungen) der Frauen und Männer im Verhältnis zum Brutto­stun­den­ver­dienst der Männer) findet ihr auf der Website des Statistischen Bundesamtes:ttps://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-1/gender-pay-gap.html

 

Eine Zusammenfassung  mit Informationen zum Equal Pay Day 2021 und weiterführenden Studien könnt ihr hier herunterladen:

https://www.equalpayday.de/fileadmin/public/user_upload/2020_12_10_Synopse_EPD_21.pdf

 #herrenberg #frauenlisteherrenberg #equalpay!  #epd2021 #equalpayday

 

Aktion zum WeltFrauentag 2021

Photo Gäubote 06.03.2021

Mehr Frauennamenauf die Straßenschilder Zehn Straßen sind in Herrenberg nach Frauen benannt, über zehn Mal so viele – genau 104 – nach Männern. Auf dieses Ungleichgewicht weisen die Herrenberger Stadt- und Ortschaftsrätinnen sowie Birgit Hamm als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt mit einer Aktion kommenden Montag, dem Internationalen Frauentag, hin: Sie schmücken die zehn „Frauen-Straßen“ mit einer Schleife und machen weitere Namensvorschläge. Marien-, Käthe-Kollwitzund Lise-Meitner-Straße sind Beispiele von Straßen, die in Herrenberg einen Frauennamen tragen. Bertha von Suttner, Gabriele Münter, Christiane Nüsslein-Volhard, Aenne Burda, Clara Schumann und viele weitere Frauen können sich die Rätinnen als Namensgeberinnen für künftige Straßen in Herrenberg vorstellen.

 

Auch Clara Zetkin, Mitbegründerin des ersten Internationalen Frauentages 1911, ist unter den Vorschlägen, ebenso wie Marie Andreae-Moser, Lina Link und Gertrud Krauß, die in Herrenberg Geschichte schrieben. Frauen im Stadtleben sichtbar zu machen und den Blick auf die Leistung von Frauen zu lenken, ist das Ziel der Aktion.

 

Denn: „Straßennamen dienen nicht nur der Orientierung, sie ehren bedeutende Persönlichkeiten und sind auch ein Stück Erinnerungskultur“, so Birgit Hamm, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt im Vorfeld der Aktion. Die zehn Straßen, die nach Frauen benannt sind, erhalten am Weltfrauentag deshalb eine pinkfarbene Schleife.

 

Ebenfalls geschmückt wird noch eine weitere Straße: Die Benzstraße bekommt am 8. März vorübergehend einen Vornamen und wird zur Bertha-BenzStraße. Schrittmacher in Sachen weibliche Straßennamen ist der Ortschaftsrat Gültstein. Dort sind vier Straßen im Baugebiet Gartenäcker vorgesehen, die nach politisch engagierten Frauen benannt werden sollen: Elisabeth Selbert, eine der „Mütter des Grundgesetzes“; Elly Heuss-Knapp, Gründerin des Müttergenesungswerks; Ilaria Alpi, ermordete italienische Journalistin; sowie Sophie Scholl, Widerstandskämpferin im Nationalsozialismus.

 

Der Gemeinderat muss dem Vorschlag des Ortschaftsrats noch zustimmen. Mit den Wissenschaftlerinnen Lise Meitner und Marie Curie, an die Straßen im Industriegebiet erinnern, besitzt Gültstein dann sechs Straßen, die nach bekannten Frauen benannt sind.

 

Damit es bei der Namensgebung von Straßen künftig im ganzen Herrenberger Stadtgebiet geschlechtergerechter zugeht, wollen die Rätinnen zeitnah einen Antrag in den Gemeinderat einbringen und eine klare Regelung erreichen. Damit sollen Zufallsbenennungen wie etwa 1977 im Baugebiet Ehbühl endgültig der Vergangenheit angehören. So steht im Protokoll von damals, dass sich der Herrenberger Gemeinderat aufgrund der Nähe zum Schlossberg entschied, die Straßen nach Pfalzgrafen, Grafen und Herzögen zu benennen. Nachdem aber alle Pfalzgrafen entweder Rudolf oder Konrad hießen, wurden „aus der Not heraus“ auch Straßen nach deren Ehefrauen benannt. So entstanden der Verena-, Luitgard- und Adelheidweg. Der Mechthildweg geht auf die Mutter des Grafen von Württemberg, Eberhard im Bart, zurück. Am 19. März 1911 wurde zum ersten Mal der Internationale Frauentag begangen. Im Mittelpunkt stand damals die Forderung nach Frauenrechten, vor allem nach dem Wahlrecht für Frauen, aber auch nach besseren Arbeitsbedingungen für erwerbstätige Frauen. Bis heute wird der Frauentag mit vielen Aktionen und Veranstaltungen gefeiert, um auf die Gleichstellung der Geschlechter hinzuweisen, die auch im 21. Jahrhundert noch nicht erreicht ist. In Berlin ist der 8. März seit 2019 ein gesetzlicher Feiertag.-gb 06.03.2021

 

Wir nehmen Abschied von Gudrun Benath (1935 - 2021)

 

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Gudrun Benath erfahren. Seit Gründung der Frauenliste Herrenberg war sie eine wertvolle, engagierte und zielgerichtete Mitstreiterin. Mehrmals hat sie für den Gemeinderat kandidiert. Als Mutter von drei Kindern kannte sie die Belange von Familien und setzte sich bis zuletzt für soziale Gerechtigkeit ein. Bis zu ihrem Tod bewahrte sie sich ihr großes Interesse an den Aktivitäten der Frauenliste und an kommunalpolitischen Themen.

 

Wir trauern mit ihrer Familie und werden sie nicht vergessen.

 

Januar 2021

Wie bewerbe ich mich erfolgreich?

Workshop für Wiedereinsteigerinnen und junge Frauen.
Diese Veranstaltung fand am 09.10.2020 mit Unterstützung der Frauenliste Herrenberg  im Klosterhof statt.

 

'Richtig beweben' war das Thema des Abends mit Recruiterin Irina Bitzer.
Interessante Infos und vor allem Raum und Atmosphäre für offene Fragen bot die Veranstaltung im Rahmen der Frauenwirtschaftstage in Herrenberg.
Herzlichen Dank an Irina für den tollen Workshop 😘 & viel Erfolg für alle Frauen die sich beruflich auf neue Wege begeben wollen oder leider müssen 🍀.

Herrenberg bleibt Bunt am 3.10.2020

 

 

Als Bündnismitglied von Herrenberg bleibt bunt war die Frauenliste auch auf dem Marktplatz am 3.Oktober 2020, um 30 Jahre Einheit zu feiern. Unsere Fraktionsvorsitzende Eva Schäfer-Weber war mit dabei.3.Oktob

Antrittsbesuch bei der neuen Baubürgermeisterin

 

 

 

 

 

 

Antrittsbesuch der Fraktonsvorsitzenden der Frauenliste Eva Schäfer-Weber am 11.09.2020 bei der neuen Baubürgermeisterin Frau Schreiber.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

 

Besuch im sommernachtskino

Die Frauenliste auf dem Weg zum Sommernachtskino.

Der Film "Die perfekte Kandidatin" berichtet von den Widrigkeiten einer Frau, die in Saudi-Arabien für den Gemeinderat kandidiert.

Kann man hier nicht doch die ein oder andere Parallele erkennen?

Auf jeden Fall ist der Zustand der Straßen doch überall ein Thema.

Die Frauenliste nimmt Platz

 

 

Die Gemeinderätinnen der Frauenliste nutzen die neu aufgestellten Stühle im Rahmen des "Nimm Platz Projekts" zur Fraktionssitzung.

Schon im Rahmen des Bänklesprojekt plädierte die Frauenliste für mehr konsumfreie Sitzgelegenheiten.

 

Abschied Gleichstellungsbeauftragte

"Es gibt keine Antwort. Es wird keine Antwort geben. Es hat nie eine Antwort gegeben. Das ist die Antwort."

Gertrude Stein, 1874 - 1946, amerikanische Schriftstellerin und Philosophin

Vielleicht drückt dieses Zitat aus, was uns gerade so zu schaffen macht: Dass es auf so viele Fragen im Moment tatsächlich keine Antworten gibt. Oder dass es zumindest keine eindeutigen Antworten gibt. Oder dass es sogar mehrere Antworten gibt, aber wir nicht wissen, welche die richtige ist.

Jedenfalls halten wir uns weiterhin an die Einschränkungen:
Unser traditioneller Flohmarkt hätte am 9. Mai stattfinden sollen, die nächsten Sitzungen waren auf 18. Mai (in Herrenberg) und 25. Mai (in Kuppingen) terminiert, darauf verzichten wir.

Aber auf einen Abschied von der Gleichstellungsbeauftragten Birgit Kruckenberg-Link wollten wir nicht verzichten: Am Sonntag, den 3. Mai "versammelten" sich die Ortschafts- und Gemeinderätinnen Gaby Hüttenberger, Maya Wulz, Annegret Stötzer-Rapp und Brigitte Binder-Kirn sowie die Vertreterin von SICHTBAR, Hannelore Erb-Plitschka, vor den Bildschirmen. Susanne Geiger sang ein Abschiedslied, begleitet von Ariella Pavoni und Annette Heinke. Es gab wunderbare Rückblicke und Grußworte und das Geschenk wurde virtuell überreicht.

Wie geht es weiter? Zunächst wird der Klosterhof wohl in vorsichtigen Schritten geöffnet, d.h. die Vorstandsfrauen der Frauenliste treffen sich vielleicht schon bald im Innenhof - wobei wir natürlich sowieso ständig in Kontakt sind, aber so ein Treffen wäre einfach wieder schön. D. h. Ideen, Vorschläge, Wünsche können gerne mitgeteilt werden:

kontakt@frauenliste-herrenberg.de

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

 

Joan Baez, *1941, amerikanische Sängerin

Der Herrenberger Gemeinderat arbeitet weiter - unter schwierigen Bedingungen - aber er hat, wie die Verwaltung, die Zukunft im Blick.

In der letzten Sitzung wurde z. B. über die Nachfolge der derzeitigen Gleichstellungsbeauftragten Birgit Kruckenberg-Link abgestimmt.

Wir freuen uns sehr, dass Birgit Hamm in Zukunft dieses Amt übernimmt, wir gratulieren ihr auf diesem Weg sehr herzlich! Wir freuen uns auf Begegnungen und den Austausch mit ihr und auf gemeinsame Projekte. Hoffentlich können wir bald den direkten Kontakt mit ihr aufnehmen!

Und was kann jede Einzelne vielleicht tun, um der "Verzweiflung" entgegen zu wirken? Da verweise ich auf die vielen Geschäfte in Herrenberg, die anbieten, dass wir weiterhin "einkaufen" können - viele bringen ihre Waren direkt zu uns nach Hause, das geschieht unkompliziert und funktioniert gut.

"Frauen - Geschichte ist politische Praxis: Erfahrungen und Lebenslagen von Frauen in der Vergangenheit werden sichtbar gemacht. In mühseliger Arbeit und mit vielen kleinen und größeren Schritten werden Namen und Bilder in die Sichtbarkeit geholt. Damit ist stets der kritsiche Impuls gegen die Unsichtbarmachung, gegen die Verschüttung und Leugnung, gegen die Geringschätzung und Entwertung weiblicher Arbeit und Kreativität verbunden."

Das Zitat stammt von Dr.rer.soc., Dr. phil.habil. und Professorin Susanne Maurer, einer Expertin zum Thema Frauen - Geschichte, hat sie doch den Verein "Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V." mitbegründet und lehrt sie Geschichte an der Universität Marburg.

Und mit diesem Zitat sollte auf die Veranstaltung der Herrenberger Geschichtswerksatt am kommenden Sonntag hingewiesen werden - die Veranstaltung findet nicht statt, aber es ist zu hoffen, dass sie nachgeholt wird. Wir hätten unter dem Motto "Frauen gestalten Herrenberg" die spannenden Biografien von Margret Hildebrand, Sofie Rauser u.a. kennen gelernt und hätten darüber hinaus Einblicke erhalten über die Arbeitsweise der Frauengeschichtswerkstatt, also über die "vielen kleinen und größeren Schritte", die es bedarf, um die Leistungen von Frauen aus dem Vergessen zu holen.

An dieser Stelle bedankt sich die Frauenliste bei Birgit Kruckenberg - Link, die unendlich vieles für die Frauen in Herrenberg getan hat. Sie war "unsere" Gleichstellungbeauftragte in den letzten 18 Jahren und wird nun in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Mit einer Zukunftswerksatt hat die Zusammenarbeit zwischen ihr und den Frauengruppen in Herrenberg begonnen, mit einem tollen Brot & Rosen - Programm endet ihr Wirken in dieser Stadt. Wir wünschen Birgit Kruckenberg-Link alles Gute für die Zukunft!

Wie es in der Frauenliste weitergeht - das entnehmen Sie bitte den nächsen Amtsblättern oder der Homepage. Sobald der Klosterhof wieder geöffnet wird, werden wir eine Sitzung ansetzen. Bis dahin: Bleibt/bleiben Sie gesund!

kontakt@frauenliste-herrenberg.de

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

Ob wir dieses Zitat der Schriftstellerin Luise Rinser (1911 - 2002) vielleicht eines Tages auch in Bezug auf die Corona - Krise verstehen können?

Mit wieviel Schwung und Begeisterung hat die Brot & Rosen - Zeit begonnen, wieviel Ernüchterung ist nun eingekehrt!

Wie so viele Veranstaltungen findet auch der Vortrag "FRAU VERHANDELT." am 20. März nicht statt, allerdings haben wir mit der Referentin Ljubow Chaikevitch besprochen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt nach Herrenberg kommt.

Ines Böttcher, die uns bei der Sitzung am 23. März besuchen wollte, hat abgesagt, verständlicherweise, aber auch in diesem Fall hoffen wir, dass wir das Gespräch mit ihr nachholen können.

Da vorraussichtlich der Klosterhof geschlossen wird, werden wir auf die nächste Sitzung verzichten. Wann und wie es weitergeht, werden die Basis-Frauen per Mail und alle Interessierte über die Homepage und das Amtsblatt erfahren.

Frauen halten für Gerechtigkeit die Fahne hoch

 

Von Christiane Hornung/GB 18.03.2020

 

 

Nach wie vor ist es auch im 21. Jahrhundert in vielen Bereichen des Arbeitslebens noch gang und gäbe, Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts weniger zu bezahlen. Besonders ins Bewusstsein gerückt werden soll dieser Umstand am Equal Pay Day, der 2020 auf den 17. März fällt.

 

Frauen halten für Gerechtigkeit die Fahne hoch

Über Herrenberg weht die Fahne des Equal Pay DayGB-Foto: gb

 

Das genaue Datum des Equal Pay Day wird alljährlich aufs Neue errechnet und somit markiert, wie lange „Frauen arbeiten müssen, dass sie im Durchschnitt so viel verdienen wie ein Mann zum 31. Dezember des Vorjahres“, wie Susanne Geiger erklärt. Umgerechnet 77 Tage beträgt der geschlechtsspezifische Entgeltunterschied in Deutschland gegenwärtig, 77 Tage alt wird das Jahr just am heutigen 17. März. Als Mitglied des dreiköpfigen Vorstands der Frauenliste engagiert sich Susanne Geiger seit vielen Jahren in diversen Frauengruppen, um die Lohnungleichheit ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, wollte sie mit ihren Mitstreiterinnen am heutigen Dienstag während des Wochenmarkts zugegen sein. Geplant war die Übergabe von Rosen mit der Intention, das Gespräch zu suchen und so auf den Equal Pay Day, die bestehenden Ungerechtigkeiten sowie mögliche Ziele und Aktionen zur Beseitigung der nach wie vor bestehenden Gender Pay Gap, der geschlechtsspezifischen Lohnlücke, aufmerksam zu machen.

 

Wie nahezu allen anderen Veranstaltungen auch, machte die aktuelle Corona-Entwicklung den Organisatorinnen einen Strich durch die Rechnung, „wir haben gesagt, dass die Menschen vielleicht Angst haben, das direkte Gespräch zu suchen“, erläutert Susanne Geiger.

Nichtsdestotrotz vermag das Virus die Stimme der Frauen am 17. März nicht einzudämmen, auch in Herrenberg wird mit einer roten Fahne unweit des Rathauses ein sichtbares Zeichen gesetzt. „Die Farbe Rot ist ganz wichtig“, erzählt Susanne Geiger weiter, nicht nur in der ursprünglichen Idee, ausgerechnet Rosen zu verteilen, schwingt die Symbolkraft der Farbe mit. „Sie steht für

Brigitte feiert ihren Runden Geburtstag

Rose Ausländer, 1901 - 1988, Lyrikerin

Mit diesem Zitat lud Birgit Kruckenberg-Link, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herrenberg, zum diesjährigen Brot & Rosen - Programm ein. Die Brot & Rosen - Zeit ist in Herrenberg immer etwas ganz besonderes.

Im Februar und März treffen sich Frauen bei unterschiedlichsten Veranstaltungen, sie hören zu bei Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen, sie tanzen und spielen Theater, sie erwerben schöne Dinge, von Frauen gemacht, sie genießen internationale Speisen, sie schauen Filme, informieren sich über faire Kleidung und und und...

Dabei treffen sich Frauen, die sich kennen, aber es entstehen auch neue Beziehungen, sie sind intensiv im Gespräch, bewegen ernste Themen oder sind einfach mal fröhlich.

Die Frauenliste ist mittendrin dabei und lädt alle Herrenbergerinnen ein, das Brot & Rosen - Programm, das jetzt an vielen Stellen, u.a. auch im Gleichstellungsbüro, ausliegt, genau zu studieren und möglichst viele der tollen Angebote wahrzunehmen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Gültsteinerinnen, die sich bei unserer letzten Sitzung im Gültsteiner Rathaus so engagiert beteiligt haben. Das war ein interessanter Abend für uns!

Am Montag, den 10. Februar treffen wir uns um 20 Uhr im Klosterhof. Die nächste Sitzung ist dann wegen der Faschingsferien auf Montag, 17. Februar vorverlegt.

Wir freuen uns auf viele Begegnungen in den nächsten Wochen!

Fragen und Anregungen wie immer gerne an: kontakt@frauenliste-herrenberg.de

oder telefonisch an unser Vorstandsteam:

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

"Die kleinen Dinge, die Menschen tun, zeigen Wirkung. Meine kleinen Dinge bestehen darin, dass ich Bäume pflanze."

Wangari Maathai, ehemalige kenianische Ministerin für Umweltschutz (1940 - 2011)

Eva Schäfer-Weber hat in ihrer Haushaltsrede die Begrünung der alten Toiletten-Anlage am Marktplatz vorgeschlagen.

Inzwischen gibt es ja viele Beispiele, wie mitten in einer Stadt durch eine begrünte Wand ein wundervoller, erfrischender Blickfang geschaffen wird - warum nicht in Herrenberg? Dies könnte ein Beispiel dafür sein, dass auch "kleine Dinge" Wirkung haben und, wie in diesem Fall, einen Platz aufwerten.

Die nächsten Sitzungen der Frauenliste finden am Montag, den 10. Februar und Montag, den 17. Februar um 20 Uhr im Kosterhof statt.

Gerne verweisen wir wieder auf das "Brot und Rosen" - Programm und laden im Namen der Organisatorinnen zu folgenden interessanten Veranstaltungen ein:

Dienstag, den 11. Februar um 15 Uhr "Erzähl mir!" in der InVita-Stiftung, Vogt-Hess-Str. 7

Welche Frau hat vielleicht Lust, etwas Neues auszuprobieren - z. B. in einem Workshop, in dem es um Improvisations-Theater geht? Das erfahrene Schauspiel - Team Mirjam Woggon und Jakob Nacken (bekannt durch die Tauschrausch- Abende im Mauerwerk) sind in der Herrenberger vhs zu Gast. (Samstag, 15. und Sonntag, 16. Februar, jeweils von 10 bis 15 Uhr)

Mittwoch, den 19. Februar um 19 Uhr "Wohnmodelle der Zukunft" im StadtWerk, Raistinger Straße 2/2, eine Fürhung durch das Haus gibt es um 18.30 Uhr

Fragen und Anregungen wie immer gerne an: kontakt@frauenliste-herrenberg.de

oder telefonisch an unser Vorstandsteam:

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

"Wir brauchen eine neue Frauenbewegung. Eine Bewegung, die eint, denn nur gemeisam sind wir stark." Helga Breuninger, *1947,  Stiftungsgründerin, engagierte Bürgerin der Stadt Stuttgart

Wie bereits angekündigt, treffen sich die Frauen der Frauenliste in Zukunft ab und zu in den Teilorten. Gülstein macht am Montag, den 27. Januar den Anfang, wir sind um 20 Uhr im Gülsteiner Rathaus. Alle Interessierte sind herzlich willkommen!

Am Montag, den 10. Februar findet die Sitzung um 20 Uhr im Klosterhof statt.

Am Sonntag, den 8. März sehen wir uns sicherlich alle anlässlich des Internationalen Frauentags (s. Brot & Rosen - Programm)

Frauenliste-Frauen werden ürbigens während der Brot & Rosen - Zeit das Publikum des Klavierabends am Samstag, den 14. März und der Film-Präsentation am Sonntag, den 15. März mit Getränken und Häppchen verwöhnen. (Näheres ebenfalls im Brot & Rosen - Programm.)

Am Dienstag, den 17. März werden Frauenliste-Frauen auf dem Wochenmarkt Flyer zum Equal Pay Day verteilen und auf die Veranstaltung am Freitag, den 20. März aufmerksam machen. Da nämlich haben wir aus Karlsruhe die Referentin Ljubow Chaikevitch zu Gast zum Thema "Wie können Frauen dafür sorgen, dass die Gehalts- und Honorar-Differenzen von Frauen und Männern verschwinden?" 

Das Anliegen der Frauenliste, mit der Herrenberger Verwaltung in Kontakt zu sein, werden wir dieses Jahr fortsetzen. Am 23. März wird Ines Böttcher vom Team Beteiligung und Engagement bei uns zu Gast sein, am 20. April unser erster Bürgermeister Tobias Meigel.



"Der Optimismus eines gesunden Verstandes ist unermüdlich." Margery Allingham, Schriftstellerin (1904 - 1966)

Voller Optimismus haben wir das neue Jahr in der Frauenliste am 13. Januar begonnen. Es gibt zur Zeit viele spannende Themen in Herrenberg, mit denen wir uns die nächsten Monate gerne beschäftigen werden.

Das Vorhaben, unsere Sitzungen nicht nur im Herrenberger Klosterhof abzuhalten, sondern auch in den Teilorten Präsenz zu zeigen, beginnen wir am Montag, den 27. Januar umzusetzen. Wir treffen uns um 20 Uhr im Gülsteiner Rathaus. Herzliche Einladung an alle interessierten Frauen!

Die darauffolgende Sitzung am Montag, den 10. Februar, findet wieder im Kosterhof statt.

An dieser Stelle möchten wir Sie anregen, das diesjährige "Brot und Rosen" - Programm sehr genau zu studieren. Diese tolle Veranstaltungsreihe beginnt bereits am Donnerstag, den 6. Februar mit dem Besuch der legendären weltberühmten Clownin Gardi Hutter in der Herrenberger Stadthalle. Es folgen weitere fantastische Veranstaltungen und die Frauenliste bringt sich dieses Jahr besonders intensiv ein.

Fragen und Anregungen wie immer gerne an:

kontakt@frauenliste-herrenberg.de

oder telefonisch an unser Vorstandsteam:

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

 



Eindrücke der Weihnachtsfeier

"Pietätvolle Sympathie, Verständnis für ihre Bedürfnisse, Nachsicht für ihre Schwächen - das dürfen die Alten von uns fordern!"

Das schrieb die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Hedwig Dohm (1831 - 1919) in ihrem 1903 erschienenen Aufsatz "Die alte Frau".

Wir bedanken uns auf diesem Weg nochmals sehr herzlich bei Andrea Buck, die in der letzten Sitzung der Frauenliste über ihre Arbeit als Leiterin der iav berichtete. Frau Buck bearbeitet viele unterschiedliche Themen, die das Alter mit sich bringen. Sie ist zuständig für Information, für Vermittlung, für Beratung sowohl betroffener Menschen als auch der zugehörigen Familien. Sie pflegt Kontakte zu anderen iav - Stellen, zu Pflegeheimen, Krankenhäusern, zu Hausärztinnen und ambulanten Pflegediensten, sie organisiert Veranstaltungen u.v.m.

Die anwesenden Frauen waren sehr beeindruckt und die Frauenliste freut sich, dass mit Andrea Buck eine so engagierte und kompetente Fachfrau für diesen Bereich zuständig ist.

Nochmals sei auf unseren Jahresabschluss hingewiesen. Wir treffen uns am Montag, den 16. Dezember um 19 Uhr im Haus Weitblick, um Anmeldung wird gebeten.

kontakt@frauenliste-herrenberg.de

oder telefonisch über unser Vorstandsteam:

Beatrix Jacobsen (0152 0197 9775)

Eva Ortlieb (0179 677 9519)

Susanne Geiger (0176 303 96357)

Die erste Sitzung im neuen Jahr findet am Montag, den 13. Januar 2020 um 20 Uhr statt, wie immer im Klosterhof.

kontakt@frauenliste-herrenberg.de oder telefonisch über unser Vorstandsteam:

 

Ausflug der Frauenliste 19.10.2019

Das Jahr 2019 stand in Herrenberg unter dem Motto "500 Jahre Jerg-Ratgeb-Altar". Die Frauenliste besuchte den Altar in der Stuttgarter Staatsgalerie und bekam eine sehr aufschlussreiche Führung, die allen Beteiligten gut gefallen hat.


 

 

 

 

Neues Führungstrio

 

Herrenberg: Frauenliste strukturiert sich um Herrenberg – Die Frauenliste Herrenberg hat in ihrer Mitgliederversammlung im Klosterhof Herrenberg ein neues Führungsteam gewählt. Das neue Führungstrio (von links Beatrix Jacobsen, Susanne Geiger und Eva Ortlieb) freut sich sichtlich auf die neue Aufgabe .Die Koordination der Vereinigung übernimmt künftig ein gleichberechtigtes Team. Der neue Vorstand besteht nun aus Susanne Geiger (Musikerin und Kabarettistin), Beatrix Jacobsen (ITProjektmanagerin), und Eva Ortlieb (Sportwissenschaftlerin im Bereich Gesundheitsförderung). Verabschiedet und mit herzlichem Dank bedacht wurden die bisherigen Vorsitzenden Waltraud Frech und Jutta Hagenlocher. Der Neuorganisation des Vorstands gingen in den vergangenen Wochen grundsätzliche Diskussionen voraus. Wie sollte das kommunalpolitische Engagement in der Frauenliste künftig gestaltet werden? Wie können familiär und beruflich eingespannte Frauen mit Gestaltungswillen für politische Mandate, Ämter odergenerell zur Mitarbeit in der Frauenliste motiviert werden?

 

 Der Ansatz: Verringerung der Aufgabenlast für Einzelne und mehr niedrigschwellige, inhaltliche Beteiligungsmöglichkeiten in Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen. Susanne Geiger bringt es  auf die einfache Formel: „Ehrenamtliches politisches Engagement soll produktiv sein, muss Spaß machen und darf nicht als Last empfunden werden.“ „Ein Führungstrio ist eine Innovation, die man als Risiko oder als Chance begreifen kann. Für die Mitglieder der Frauenliste gilt Letzteres. Mit Blick auf die Zukunft sind wir mit den jeweiligen Kompetenzen im neuen Vorstandsteam sehr gut aufgestellt“, sagte Eva 

Schäfer-Weber, Fraktionsvorsitzende der Frauenliste nach der Sitzung.

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 Ausgabe 'GÄUBOTE', 04.10.2019, Seite 23

 

Der Ge­mein­de­rat der Stadt Her­ren­berg der Wahlperiode 2014 bis 2019 wur­de am 25. Mai 2014 ge­wählt und hat sei­ne Ar­beit am 2. Ju­li 2014 auf­ge­nom­men. Er bestand aus Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Spri­ß­ler als Vor­sit­zen­dem und 32 eh­ren­amt­lich tä­ti­gen Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­ten. Die Legislaturperiode des Gemeinderates 2014 bis 2019 ging mit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 zu Ende. Die offizielle Verabschiedung war am 2. Juli 2019.

Liebe Mitbürger*innen,
danke, dass Sie uns unterstützt und mit uns gezittert haben!
Großartige 11.000 Stimmen zusätzlich haben wir im Vergleich zur letzten Wahl gewinnen können – insgesamt 41.232!
Gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen steigern wir unser Ergebnis um 0,7 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent.
Umgerechnet auf die Sitze erringt die Frauenliste erneut 3 Sitze. Im zukünftigen Gemeinderat werden neben unseren Rätinnen Eva Schäfer-Weber, Brigitte Binder-Kirn und Pauline Rist-Nowak weitere 10 Frauen Platz nehmen – Spitzenrekord für Herrenberg.

Wir gratulieren allen gewählten Vertreter*innen und wünschen ihnen eine produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.

#FrauenlisteHerrenberg #Herrenberg #Gemeinderatswahl

Bildquelle: Homepage der Stadt Herrenberg

Am 26.05. ist Wahl.

Letzte Chance für Unentschlossene: Lernt unsere Kandidatinnen und ihre Ziele kennen. Wir sind mit unserem Infostand am kommenden Samstag von 8.00-13.00 Uhr am Klosterhof Herrenberg.
Wir freuen uns auf Euch!

Impressionen vom 19. Flohmarkt

Bitte vormerken.

Am 11.05.2019 findet der legendäre Flohmarkt der Frauenliste im Klosterhof statt. Ab 9 Uhr können Sie stöbern in unserem Bücher-, Haushalts- und Klamottenbestand.

Gerne können wir auch über politische Themen diskutieren bei einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Gültsteiner Liste nominiert Kandidaten

Gäubote 03.05.2019 GB-Foto: gb

Auch 2 Kandidatinnen der Herrenberger Frauenliste sind dabei: Brigitte Binder-Kirn und Jutta Hagenlocher

Gültstein - Unter dem Motto - Unter dem Motto "Gültstein bewegt uns - wir bewegen Gültstein" stellt sich die Gültsteiner Liste als Vereinigung kommunalpolitisch interessierter Frauen und Männer am 26.Mai zur Wahl des Ortschaftsrates. Bei der
Aufstellung des Wahlvorschlags hatte man das Ziel verfolgt,
ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern
verschiedener Altersgruppen zu finden, die Lust auf
Kommunalpolitik und Freude am Gestalten ihres Lebensumfeldes
haben.

Sie stehen für eine aktive Kommunalpolitik ohne
parteipolitischen Fraktionszwang, wie es in einer
Pressemitteilung heißt. Auf dem Bild stehen von links
Gerhardt Kauffeldt, Brigitte Binder-Kirn, Rainer Kegreiss,
Nicole Riethmüller, Ute Buhlmann, Michael Plaz, Claudia
Immenschuh, Jutta Hagenlocher, Alexander Henschke und Falk
Buhlmann.


Eindrücke vom 25-jährigen Jubiläum der Frauenliste Herrenberg

 

Das Herz schlägt für die sozialen Themen

 

Herrenberg: Die Frauenliste lässt zur Feier ihres 25. Geburtstags die Sektkorken knallen

 

"Wer Frauen will, muss Frauen wählen", betont Brigitte Straßner, Gründungsmitglied und erste Stadträtin der Frauenliste. Die Gelegenheit dazu bietet sich bei der kommenden Kommunalwahl, bei der sage und schreibe 32 Kandidatinnen für die Frauenliste ins Rennen gehen werden. Im Herrenberger Stadtwerk feierte die Vereinigung ihr 25-jähriges Bestehen.

 

Was haben Länder wie Ruanda und Bolivien, was wir nicht haben? Dort sitzen mehr Frauen als Männer im Parlament. Dagegen machen im Deutschen Bundestag Frauen gerade einmal 30,7 Prozent aus. Tendenz fallend. Ein Schicksal, von dem auch die Herrenberger Frauenliste singen kann, hat der Frauenanteil im Gemeinderat doch bei der letzten Kommunalwahl die Rolle rückwärts gemacht. "Es sind nur noch neun Frauen, das sind nicht einmal 30 Prozent", bedauert Pauline Rist-Nowak.

 

"Der sicherste Weg, Frauen
in den Gemeinderat zu bringen"

Einen Grund sieht die Gemeinderätin in der Abschaffung der unechten Teilortswahl. Während sich die Nufringer Frauenliste Anfang des Jahres auflöste, haben die Herrenbergerinnen nun 32 Frauen auf den Wahllisten. "Wir Frauen schaffen das aber nicht alleine, wir brauchen auch die Männer dazu", weiß Brigitte Straßner. Im Gründungsjahr 1994 hatten einige Männer mit ihrer Unterschrift dazu beigetragen, dass die Frauenliste bei der Kommunalwahl antreten konnte. Wie formulierte es Elke Lang einst: "Das ist keine Liste gegen Männer, sondern der sicherste Weg, Frauen in den Gemeinderat zu bringen." Und siehe da, die Frauenliste ergatterte auf Anhieb drei Sitze. Neben Elke Lang zogen Brigitte Straßner und Gabi Hüttenberger in den Gemeinderat ein. Als Clownin verkleidet lässt Brigitte Straßner die Stimmungen in jenem Jahr vorüberziehen. Diese Frauen umwehte irgendwie etwas Geheimnisvolles. Dass die Stadt eine Frauenliste braucht, wurde erst zaghaft gefordert. Dennoch zog man mit viel Frauenpower in den Wahlkampf, zeigte sich zu Anfang im Gemeinderat beschwingt, aber auch ein wenig schüchtern und auf der Suche, um sodann kämpferischer, fordernder zu werden.

 

 

Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals beileibe keine. So wurden die neuen Stadträtinnen abschätzig behandelt. "Das muss man aushalten", sagt Straßner. "In den ersten Jahren haben wir auch viel zur Kernzeitbetreuung gemacht", erinnert sich Eva Schäfer-Weber in ihrem kleinen Rückblick. "Die Menschen stehen bei uns im Mittelpunkt", weist die Stadträtin auf den basisdemokratischen Ansatz der Vereinigung hin.

2003 gab sich die Gruppierung Leitlinien in Form einer Präambel. "Wir leben zwar nicht mehr wie unsere Großmütter gelebt haben, doch von der Gleichheit zwischen Mann und Frau sind wir immer noch weit entfernt", stellt Stadträtin Pauline Rist-Nowak klar. Stehen jungen Frauen in diesen Zeiten wirklich alle Türen offen, wenn sie nach bester schulischer Bildung und Studium, mit der Gründung einer Familie die Mühlen des Alltags einholen? Der Beruf wird da erst einmal hinten angestellt, die Karriere geknickt. "Ich möchte das als Familienfalle bezeichnen", sagt Rist-Nowak. Die Liebe der Stadträtin gehört jetzt weniger den endlosen Tagespunkten zum Thema Bauen, ihr Herz schlägt mehr für die sozialen Themen, die sich den Lebensbedingungen der Menschen annehmen. Etwa der Kleinkind- und Ganztagsbetreuung. "Männer entwerfen und bauen lieber Großstädte", befindet die Herrenbergerin.

 

Auch wenn Pauline Rist-Nowak schon mal unter der Last von bis zu 500 Seiten schweren Gemeinderatsunterlagen ächzt, hat sich ihr der Eindruck aufgedrängt, dass sich Frauen gründlicher an die Arbeit im Gremium machen würden. Die gelernte Krankenschwester und studierte Pädagogin erinnert an die vielen anderen Aktivitäten der Frauenliste abseits der Gmeinderatsarbeit, an den Flohmarkt für den guten Zweck im Klosterhof, den Equal Pay Day. Zudem unterstützt die Frauenliste Organisationen wie Thamar oder Terre des Femmes.

 

"Für mich seid ihr Heldinnen. Ich möchte euch als die Pippi Langstrumpfs von Herrenberg bezeichnen", begeistert sich Gabi Weber-Urban in ihrem kabarettistischen Gastspiel. "Annikas", denen alles recht sei, wie es ist, weil es immer schon so war, gebe es genug. Mit der Nebringerin begibt man sich an diesem Abend mitten in die Untiefen und Fallstricke der geschlechtlichen Sprachklischees, der Missverständnisse von Verpaarungen, der Hysterien der politischen Korrektheit.

 

Sängerin Michaela Kuti singt abgrundtief romantische Liebeslieder voller Sehnsucht und Herzschmerz, Freiheitsdrang und Verschmelzungswünschen. Die Liebe eint, trennt aber auch. Mit diesem folkigen und chansonesken Akustik-Pop lässt es sich vortrefflich entschleunigen, um einen Moment innezuhalten.

 

 


Nufringen/Herrenberg - Sie wollten die Altherrenriege aufmischen, frischen Wind in den Gemeinderat bringen: Als sich die Frauenliste in Nufringen gründete, war es das Ziel der Kandidatinnen, mehr Frauen in die Politik zu bringen. „Damals gab es nur eine Gemeinderätin in Nufringen“, sagt Gabriele Zwirner. Die Frauenliste sei das Mittel zum Zweck gewesen, um das zu ändern.

20 Jahre später löst sich die Nufringer Frauenliste auf. Allerdings nicht, weil das Ziel erreicht ist und nun ohnehin genügend Frauen von anderen Fraktionen in den Gemeinderat drängen. Ganz im Gegenteil: Die Gemeinderätinnen Gabriele Zwirner und Christa Reiber wollen bei der Gemeinderatswahl im Mai nicht mehr antreten – doch es fehlen junge Frauen, die nachrücken und das Zepter übernehmen wollen......


Gäubote 23.01.2019
Was die Fraktionen sagen

Der Herrenberger Etat für 2019 ist unter Dach und Fach, die politische Agenda für dieses Jahr
damit weitgehend festgezurrt. Wie die Sprecher der sechs im Gemeinderat vertretenen
Parteien, Fraktionen und Gruppierungen die Stadtpolitik sehen, beantworten sie in fünf vom “Gäubote” gestellten Fragen:

1. Weshalb stimmen Sie dem Etat zu/nicht zu?

2. Wo finden Sie sich in dem Zahlenwerk, das die Politik der
kommenden zwölf Monate weitgehend festzurrt, wieder?

3. Was kommt im Etat zu kurz?

4. Wo liegen die Schwerpunkte der nächsten Jahre?

5. Was sollte die Stadt tun, um mehr Einnahmen zu genieren?......

Attraktive Stadt

Eva Schäfer-Weber (Frauenliste)